OGF - Oft Gestellte Fragen

Warum solch eine Veranstaltung?

Die Grundidee dieser zivil- und militärhistorischen Veranstaltung ist, interessierten Besuchern einen Eindruck vom Leben der Zivilisten und Soldaten zu vermitteln, die vor 250 Jahren in und um Minden lagerten und sich hier am 1. August 1759 eine blutige Schlacht lieferten.

Das Interesse der Öffentlichkeit am Thema Geschichte ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Die steigende Zahl von Geschichts-Dokus auf öffentlich-rechtlichen, aber auch auf Privatsendern belegt dies anschaulich. Auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens ist eine wachsende Zahl von Veranstaltungen, Symposien, Ausstellungen etc. zu beobachten, welche in überraschendem Maße vom Publikum angenommen werden.

Warum aber eine solche Veranstaltung gerade in Minden?

Weitgehend unbeachtet vom öffentlichen Interesse, jähren sich zwischen den Jahren 2006 und 2013 die Ereignisse des Siebenjährigen Krieges zum 250. Male.

Zumeist verbindet man, wenn überhaupt, mit diesem Begriff den Konflikt zwischen Preußen unter Friedrich dem Großen auf der einen und Österreich unter Maria Theresia auf der anderen Seite im Kampf um Schlesien.


Das es sich bei diesem Konflikt in Wirklichkeit aber um einen Weltkrieg mit Auseinandersetzungen in Europa, in Nordamerika und sogar in Indien handelte, dessen weitreichende Folgen teilweise bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hineinstrahlten, wissen nur wenige.

Genauso wenig ist bekannt, dass es auch im Westen Deutschlands, und gerade auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen, Auseinandersetzungen gab, die den Kriegsverlauf auf dem europäischen Festland zwischen den Jahren 1756 und 1763 entscheidend beeinflussten.

Informationen und interessante Einzelheiten rund um die historische Bedeutung der Schlacht bei Minden finden sich hier

Ist es sinnvoll bzw. wünschenswert, vor den Augen des Publikums ?Krieg zu spielen"?

Grundsätzlich gilt: Wir spielen keinen Krieg!

Spielen hieße zu verharmlosen und zu bagatellisieren, mit dem Leben und dem Sterben der Menschen vergangener Zeiten respektlos umzugehen. Dies ist nicht im Interesse der Darstellungsgruppen.

Unser Anliegen ist die anschauliche Vermittlung eines weltgeschichtlichen Ereignisses im Rahmen einer museumspädagogischen Veranstaltung. Dazu gehört das Leben in Friedens- aber nun mal auch in Kriegszeiten.

Es ist geplant, den Zuschauern am 1. August 2009 auf der Kanzlers Weide eine Gefechtsvorführung zu bieten, welche einen exemplarischen Eindruck von der damaligen Militärstrategie und Kampfesweise gibt. Dabei kommt sowohl Infanterie als auch Artillerie und Kavallerie zum Einsatz.

Was bekommt der Besucher im Fort C, den umliegenden Wiesen und in der Oberen Altstadt zu sehen?

Im Fort C und den umliegenden Wiesen betritt der Besucher Militärfeldlager im Stil des 18. Jahrhunderts. Er sieht die Zeltgassen der unterschiedlichen Kontingente und wird Zeuge von militärischem Drill, von Exerzier- und Waffenvorführungen.

Die Biwaks sind nach ?Nationen" aufgeteilt, man kann also Franzosen, Briten, Sachsen, Preußen und andere deutsche Kontingente in ihrem jeweiligen Umfeld sehen. Der Besucher bekommt so die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten aber auch spezifische Unterschiede in den jeweiligen Lagern zu entdecken.

Er erhält Einblick in das Alltagsleben der Soldaten nach Dienstschluss, kann in die Zelte der Soldaten und Offiziere schauen, sich von ihnen Ausrüstungsgegenstände und Zusammenhänge erklären lassen.

Er wird Zeuge, wie die Soldatenfrauen das Essen zubereiten, kann die Soldaten beim Reinigen der Waffen und Ausbessern der Ausrüstung beobachten.Im Fort selber schaut er dem Feldscher bei seiner Arbeit zu und kann sich ein Bild von der medizinischen Versorgung verwundeter Soldaten in jener Zeit machen.

In der Oberen Altstadt taucht er rund um die Martinikirche in das Mindenvon 1759 ein, er schaut der Bevölkerung jener Zeit gewissermaßen über die Schulter und wird auf den Straßen und Gassen der Altstadt , aber auch im Hansehaus, Zeuge von Alltagsszenen wie sie sich vor 250 Jahren in der Weserstadt zugetragen haben könnten.

Wie hoch ist der Eintritt?

Der Eintritt für Erwachsene und Kinder ist sowohl im Fort C als auch in der Oberen Alstadt selbstverständlich frei!

Gibt es sonst noch etwas zu beachten?

Während der Gefechtsvorführung am Samstag und den Waffendemonstrationen der Schußwaffen ist es ratsam, darauf zu achten das ein ausreichender Gehörschutz, gerade auch bei Kindern, gewährleistet ist. Da sich beim Abfeuern der Waffen ein hoher Lärmpegel entwickelt, ist es ratsam Hunde an die kurze Leine zu nehmen. Bitte achten Sie in dem Zusammenhang auch darauf, das Hunde innerhalb des Forts, der   Lager und in der Oberen Altstadt unbedingt an der Leine zu führen sind . Die Halter haften für ihre Tiere.


Auch möchten wir unsere Gäste bitten, nicht ungefragt die Ausrüstungsgegenstände oder andere Requisiten der Darsteller in die Hand zu nehmen oder gar ungefragt die Zelte zu betreten.

Für Fragen stehen alle Darsteller gerne Rede und Antwort. Also nur zu...fragen Sie!

Darf ich als Besucher in historischer Kleidung erscheinen?


Der Besuch als ?einfacher" Gast, also als Besucher ohne wirkliche Funktion in ?Gewandung"/historischer Kleidung ist selbstverständlich möglich und durchaus erwünscht!

Allerdings bitten wir im Interesse des historischen Kontextes der Veranstaltung darum, nur historische Kleidung zu tragen, die dem Thema bzw. Zeitfenster der Veranstaltung entspricht, also eindeutig ins europäische 18. Jahrhundert zu datieren ist.

Indianer, kilttragende Schotten, Trapper, Ritter, Römer oder andere Darstellungsepochen oder -schauplätze würden das Gesamtbild massiv stören und die Qualität der Veranstaltung beeinträchtigen. Wir hoffen hier auf die Einsicht unserer Gäste.

Auch bitten wir unsere Tagesgäste darum, aus versicherungstechnischen und gesetzlichen Gründen auf das Tragen von Waffen, insbesondere von Schußwaffen wie Musketen und Pistolen zu verzichten!

Wir bitten hierbei um Verständnis, machen aber im Falle einer massiven Nichtbeachtung von unserem Hausrecht Gebrauch und behalten uns entsprechende Maßnahmen vor.

Wir wünschen unseren Teilnehmern, Gästen und Besuchern eine schöne Zeit im Minden des Jahres 1759!

Das Orga-Team von Minden1759