30. Juli - 2. August 2009

Darstellungsgruppen und Einzeldarsteller der unterschiedlichen Kontingente werden als aktive Teilnehmer ausschließlich durch die Orga und ihre Mitarbeiter eingeladen.

Militärgruppen und Einzeldarsteller, die Interesse an einer Teilnahme haben, wenden sich bitte mit einer E-Mail und Bildern bzw. Links auf die eigene Homepage an die Orga.

Die Orga als Hausherr behält es sich vor, Militärgruppen und Einzeldarstellern, die ohne Einladung und ohne vorherige Anmeldung anreisen, die aktive Teilnahme an der Veranstaltung und insbesondere der Gefechtsdarstellung am Samstag, 1. August, aus versicherungs- und sicherheitstechnischen Gründen zu verwehren. Die Entscheidung der Orga als Hausherr ist hierbei bindend. Wir bitten hierfür um Verständnis.

Natürlich ist es möglich, in historischer Garderobe als Tagesgast an der Veranstaltung teilzunehmen und in das Minden des Jahres 1759 einzutauchen. Näheres hierzu findet sich unter der Rubrik "OGF" (Oft gestellte Fragen)

Anfahrt und Aufbau

Gruppen und Einzeldarsteller können ab Mittwoch, 29. Juli nach Minden anreisen und ihr Lager aufbauen. Am Samstag, 1. August haben Fahrzeuge ab 9 Uhr vom Lagerplatz entfernt zu sein. Abgebaut werden kann frühestens Sonntag, 2. August ab 17 Uhr. Vorher ist der Abbau bzw. das Befahren des Lagerplatzes mit Fahrzeugen nicht gestattet.

Biwakiert wird inner- und außerhalb des Areals des Fort C. Zumindest innerhalb des Forts wird ein 100% reglementkonformes Aufbauen aufgrund des begrenzten Platzes für das preußische Bataillon leider nicht möglich sein.

Für die Lagerbereiche des britischen, französischen sowie des sächsischen Kontingentes gelten die jeweiligen nationalen, zeitgenössischen Reglements

Dennoch herrscht Lagerdisziplin! Während der Veranstaltung wird es natürlich Besucher- und Publikumsverkehr geben.

Die Gruppen sind verpflichtet, tagsüber alle modernen Gerätschaften wie Camping- oder andere, nicht dem Stil des18. Jahrhunderts entsprechende, Möbelstücke und Gerätschaften in den Zelten zu verstauen, oder diese noch besser gleich ganz daheim zu lassen!

Das Rauchen von Zigaretten und/oder Zigarren, das Trinken aus modernen Behältern, sowie etwaiges Telefonieren in der Öffentlichkeit mit dem Handy sind zu unterlassen. Bitte macht das an den von Besuchern nicht einzusehenden Plätzen, die es im Bereich des Forts genug gibt.

Die Orga wird hier auf Einhaltung achten!

Innerhalb der Lager ist seitens der Offiziere und Unteroffiziere für den militärischen Tagesablauf sowie für einen permanenten Wachbetrieb, auch und gerade nachts, zu sorgen.

Ein Dienst- und Wachtplan für das Fort C wird vor Ort von der Orga mit den Verantwortlichen der preußischen Gruppen erstellt. Jede Gruppe ist im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten verpflichtet, sich am Wachtdienst zu beteiligen.

Den Darstellern soll und wird allerdings auch die Möglichkeit gegeben sein, von den vielfältigen Programmpunkten Mindens anlässlich des Jubiläums Gebrauch machen zu können.

Neben dem Infanterielager wird es auch ein Kavallerie-Lager geben.
Genaueres hierzu wird derzeit noch ausgearbeitet.

Fahrtkostenzuschuß

Wie in den Jahren 2007 und 2008 wird es auch 2009 wieder einen Fahrtkostenzuschuß in Höhe von 50,- Euro pro Teilnehmer geben.

Für Reiter, die mit eigenen Pferden anreisen, sowie für Gruppen die mit Geschütz/en teilnehmen gilt die Regel: Pro Pferd/Kanone = Fahrtkostenzuschuß wie für 1 Mann

Zelte

Die aufzustellenden Zelte haben den gängigen Formen der Zeit zu entsprechen.
Moderne Camping- oder Trekking-Zelte, Armee-Mannschaftszelte aus Bundeswehr- oder NVA- Beständen sind nicht erwünscht.

Aufgrund der Platzverhältnisse innrhalb des Fort C bittet die Orga darum, dort wo es möglich ist, auf die Mitnahme von Sonnensegeln zu verzichten. Absprachen der Gruppen untereinander über gemeinsames Benutzen eines Sonnensegels möchten bitte im Vorfeld getroffen werden.

Stroh und Feuerholz

Beides wird seitens der Orga und des Veranstalters in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt.

Bitte beachtet, daß es keine Strohballen geben wird. Diese sind eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und für unsere Zwecke nicht zu gebrauchen. Wie 2007 wird uns auch diesmal wieder eine ausreichende Anzahl großer Strohrollen geliefert und an einer erreichbaren, aber vom Publikum nicht einsehbaren Stelle gelagert werden, von denen man sich bedienen kann.

Für Stroh und Holz gilt: Bitte nehmt zunächst nur so viel, wie Ihr tatsächlich braucht. Nachschub kann jederzeit nachbestellt werden, ein wildes hamstern und horten ist also nicht nötig.

Schwarzpulver

Das Schwarzpulver wird vom Veranstalter gestellt. Die benötigten Papierpatronen sind von den einzelnen Gruppen selbst mitzubringen.

Verpflegung

Grundnahrungsmittel wie Brot, Fleisch und div. Gemüse werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Alles was darüber hinaus gebraucht wird, ist von den Gruppen auf eigene Kosten selbst zu beschaffen. Eine Reihe von Supermärkten befindet sich in unmittelbarer Nähe des Biwak-Geländes.

Es steht ein großer Feuer- und Kochplatz innerhalb des Forts zur Verfügung.
Da dort mehrere, individuelle Koch- und Feuerstellen aus brandschutztechnischen Gründen nicht zulässig wird darum gebeten, ausschließlich diesen zu benutzen
und den, wirklich ausreichend großen, Platz mit anderen Gruppen zu teilen,

Vielleicht ist sogar ein gemeinsames Kochen möglich. Absprachen müssen hier zwischen den Gruppen erfolgen.

In den Lagerbereichen der Briten, Franzosen und Sachsen ist ebenfalls darauf zu achten, die Anzahl der Koch- und Feuerstellen gering zu halten.

Allen Teilnehmern steht ab 17 Uhr im Keller des Forts, wie schon im Jahr 2007, die Taverne „Zum König von Preußen“ zur Verfügung. Zuschauer werden keinen Zugang haben.

Abends gibt es hier natürlich Tavernen-Betrieb bei Musik und geselligem Beisammensein. Alle Teilnehmer sind herzlich eingeladen, von diesem Angebot Gebrauch zu machen.

Für Offiziere und Sergeanten wird im „König von Preußen“ ein eigener Tisch hergerichtet.

Getränke

Getränke werden mit Ausnahme der in der Taverne ausgeschenkten nicht vom Veranstalter gestellt. Die Teilnehmer sind angehalten, sich selbst zu versorgen.

Alkoholgenuß

Grundsätzlich gilt:
Kein Alkohol während der Veranstaltung!

Der Ausschank von alkoholischen Getränken ist erst ab 17 Uhr freigegeben.
Insbesondere vor der Gefechtsdarstellung darf von den Beteiligten kein Alkohol konsumiert werden. Zuwiderhandlungen haben den Ausschluß vom Gefecht und der Veranstaltung zur Folge.

Die Offiziere und Unteroffiziere haben innerhalb ihrer Einheiten auf die strikte Einhaltung zu achten.

Sanitäre Einrichtungen und Infrastruktur

WC

Den Teilnehmern stehen sanitäre Einrichtungen in Form von Dixi-WCs zur Verfügung. Auch wird der Toiletten-Pavillon unmittelbar vor dem Fort wieder geöffnet sein, der über jeweils eine Damen- und Herrentoilette sowie einen weiteren Anschluß für Trinkwasser verfügt.

Duschen

Wie schon im Jahre 2007 besteht auch diesmal wieder die Möglichkeit, die Duschen der nahegelegenen Pionierkasernde der Bundeswehr zu nutzen.

Ein Bus-Shuttle-Service steht hier morgens zur Verfügung. Die Vertreter der einzelnen Gruppen werden gebeten, jeweils am Abend zuvor eine Namensliste derjenigen anzufertigen, die von dem Angebot Gebrauch machen wollen und sie der Orga auszuhändigen.

Die Nutzung der Duschen ist kostenlos.

Sauberkeit

Wir alle sind Gäste im Fort C und auf den angrenzenden Biwakplätzen.
Die 2. Kompanie des Mindener Bürgerbataillons hält das Fort seit Jahren engagiert und unter großem Aufwand instand. Das uns dieses schöne Gelände zur Nutzung überlassen wird, ist keine Selbstverständlichkeit und ein reiner Akt der Freundschaft.

Es ist also darauf zu achten, daß sich das Fort und Wiesen während und nach der Veranstaltung in einem sauberen Zustand befinden. Der Müll ist in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen. Müllbeutel werden in ausreichendem Maße von der Orga ausgegeben.

Das Lagergelände innerhalb des Forts ist während der Veranstaltung von Unrat frei zu halten!

Wenn die Zelte mit Stroh auslegt werden, soll vorher eine Plane ausgebreitet werden auf der es dann verteilt werden kann. Das erleichtert am Tag des Abbaus den Abtransport des Strohs.

Das Stroh soll nur innerhalb der Zelte verteilt werden. In Hinblick auf den Brandschutz ist darauf zu verzichten, die Zeltkanten von außen damit abzudecken.

Sicherheit

Grundsätzlich sind alle Teilnehmer für die Sicherheit ihres Eigentums selbst verantwortlich. Orga und Veranstalter können im Falle von Diebstahl oder Beschädigung nicht haftbar gemacht werden.

Im Sinne des Brandschutzes haben sich in unmittelbarer Nähe der Feuer- und Kochstelle mit Wasser gefüllte Eimer zu befinden.
Offene Flammen in den Zelten sind verboten. Kerzen dürfen nur in verschließ- baren Lampen und Laternen brennen.

Das Rauchen in den Zelten ist aus brandschutzrelevanten Gründen ebenfalls untersagt!

Innerhalb des Forts und davor gibt es genug Rückzugsmöglichkeiten, um unbemerkt und vor allem in aller Ruhe rauchen zu können! Bitte macht davon im eigenen Interesse Gebrauch!

Seitens des Veranstalters wird dafür gesorgt werden, daß sich Tag und Nacht ein Team des DRK bzw. der Feuerwehr in der Nähe aufhält, um im Falle eines Falles Erste Hilfe leisten zu können

Öffentlichkeitsarbeit

Das Fort C und die umliegenden Biwak-Plätze der Franzosen, Briten und Sachsen sind Teil des offiziellen Veranstaltungskalenders anlässlich der 250 Jahr-Feierlichkeiten und werden somit natürlich von Schaulustigen besucht werden.

Es ist geboten, unseren Gästen gegenüber höflich und zuvorkommend aufzutreten.
In der Vergangenheit hat es sich gezeigt, das kleine, von den Gruppen individuell gestaltete Vorführungen mit Interesse aufgenommen wurden. Dabei soll es sich um nichts Aufwendiges handeln...selbst das Reinigen der Waffen bzw. Instandsetzen der Ausrüstung unter entsprechender Kommentierung kann ein interessanter Hingucker sein.

Das Thema ist „250 Jahre Schlacht bei Minden“

Dementsprechend ist selbstverständlich darauf zu achten, daß alle Zivilisten und Soldaten im Feld- und Lagerdienst im Stil der Zeit und vor allem korrekt gekleidet sind.

Mannschaften

Offenes, langes Haar ist, so vorhanden, analog zu den jeweiligen nationalen Reglements und Vorschriften zu tragen.

(Moderne) Brillen sind nach Möglichkeit zu vermeiden, Gesichts-Piercings, mit Ausnahmen von Ohrringen, abzulegen. Kinn- und Backenbärte sollten in allen Diensträngen vermieden werden.

Das Tragen der Halsbinde ist, ebenso wie das der Lagermütze bzw. einer Kopfbedeckung, auch außerhalb des Dienstes, Pflicht.

Andere militärische Kopfbedeckungen als solche, die bei der deutschen/preußischen Armee und der ihrer Verbündeten und Gegner zu jener Zeit üblich waren, also Dreispitze, Grenadier-, Füsilier-, und Bombardiermützen, sind nicht zulässig.
Dies gilt insbesondere für Hüte und andere Kopfbedeckungen nach 1786, also für Zweispitze aus der Zeit der französischen Revolution, Tschakos, aber auch
für Lagermützen der napoleonischen Epoche.

Die Gruppen haben darauf zu achten, das ihre Soldaten komplett uniformiert sind und nicht nur im Unterzeug und der Lagermütze am Tagesdienst teilnehmen oder sogar in dieser Aufmachung auf das Gefechtsfeld marschieren!

Grundlage bei allem sind hier die zeitgenössischen Armeereglements und - verordnungen der Preußen, Hessen, Briten, Franzosen und Sachsen.

Entsprechende schematische Illustrationen befindet sich sicherheitshalber im Anhang. Bei eventuellen Fragen steht die Orga gerne zur Verfügung.

Unteroffiziere

Unteroffiziere haben sich dem jeweiligen nationalen Reglement gemäß zu montieren.

Offiziere

Offiziere haben sich dem jeweiligen nationalen Reglement gemäß zu montieren.

Frauen in Uniform bzw. in der Linie

Sind nur dann zugelassen, wenn sie als solche nicht eindeutig erkennbar sind.
Für sie gelten die jeweilig üblichen Montierungsvorschriften der Infanterie.

Insbesondere „feminisierte“ Uniformkreationen, wie lange Röcke zur Uniformjacke, offenes Haar, Pistolen am Gürtel etc., haben in der Linie nichts zu suchen, geschweige denn auf dem Gefechtsfeld und aktiv im Gefecht.

Andere Uniformen und Formationen

Alle anderen Uniformen und Formationen, insbesondere die allseits beliebten jacobitischen Hochlandschotten, Kroaten, Panduren etc. entsprechen nicht der historischen Realität in Minden 1759.

Eine Ausnahme bilden hier die kilttragenden Hochland-Regimenter der britischen Armee, die zu diesem Zeitpunkt ihren Dienst
in Übersee versahen.

Ziel ist es, in Minden nur solche Darstellungsgruppen zu haben, die
die an der Schlacht beteiligten Parteien in ihren spezifischen Uniformen darstellen, bzw. diesem Erscheinungsbild nahekommen.

Im Folgenden sind dies:

- Franzosen

- Sachsen

- Briten

- Deutsche (in unserem Fall Preußen, Hessen-Kassel und Schaumburg-Lippe)

Die Darstellungsgruppen, die eventuell in ihren Reihen auch anders uniformierte Mitglieder und/oder Gäste haben, sind aufgefordert, für ein entsprechendes Erscheinungsbild in Form von Leihmonturen zu sorgen.

Auch die oft und gerne auf Veranstaltungen mit dem Thema Siebenjähriger Krieg praktizierte Vermengung von friedrizianischen mit eindeutig napoleonischen Darstellungsgruppen und -elementen wird es mit einer Ausnahme in Minden nicht geben! Siehe Rubrik „Sachsen“.

Als Husaren der napoleonischen Epoche verkleidete Fotografen etc. die ihre Darstellungsgruppen begleiten, sind nicht erwünscht.

Von Waldindianern, Trappern, amerikanischen Milizen und ähnlichen nordamerikanischen Darstellungen ganz zu schweigen.

Das Orga-Team behält es sich vor, bei Nichtbeachten auf Abstellung zu bestehen. Ignorieren der Anweisungen kann zum Ausschluß von der Veranstaltung führen.

Kinder

Haben auf dem Gefechtsfeld nichts verloren!

Gleiches gilt für das Antreten, Exerzieren und Märsche zum und vom Schlachtfeld.

Nichts macht das Gesamterscheinungsbild im Sinne der historischen Darstellung unglaubwürdiger als kleine Kinder in viel zu großen Uniformen, mit Turnschuhen und einem Holzgewehr oder wahlweise einer riesigen Trommel, an der sie sich abmühen.

Darstellungsgruppen die auf ihre 15jährigen „Trommlerjungen“ nicht verzichten wollen, haben dies zu berücksichtigen und dafür zu sorgen, daß diese reglementkonform montiert sind.

Das Fort C und sein unmittelbares Umfeld bilden für Kinder einen idealen Abenteuerspielplatz. Auch befindet sich ein Ponyhof in unmittelbarer Nähe. Eltern müssen also keine Bedenken haben, das es ihren Kindern an Abwechslung mangeln könnte.

Marketenderinnen

Die als Marketenderinnen meist schwarmweise bei der Truppe während des Antretens, bei der Parade und z.T. sogar vollkommen sinnlos auf dem Gefechtsfeld herumstehenden Damen beeinträchtigen die Darstellung im Sinne historischer Korrektheit und sind (nur) zu diesen Anlässen nicht erwünscht.

Im Lager und während des Marsches zum und vom Gefechtsfeld können sich die Frauen ihren Gruppen natürlich anschließen, z.B. um diese mit Getränken zu versorgen.

Zivilisten

Männer, Frauen und Kinder, die als Zivilisten die Darstellungsgruppen begleiten und mit diesen das Lager teilen, haben in europäischer Zivilgarderobe, entsprechend der von uns dargestellten Zeit, gekleidet zu sein.

Auch hier sind Kleidungsstücke späterer Epochen wie lange Hosen, kurze Westen, Zylinderhüte als Kopfbedeckung, Empirekleider etc. nicht zulässig.

Kleidungsstücke, die eindeutig auf den nordamerikanischen bzw. einen überseeischen Schauplatz verweisen, sind ebenfalls unangebracht und nicht erwünscht.

Infanteriebataillone

Auf beiden Seiten ist das Ziel die Bildung von Infanteriebataillonen, die sich aus mehreren Darstellungsgruppen zusammensetzen.

Die Bataillone werden pelotonweise von den Sergeanten kommandiert.

Grundsätzlich kann die gruppeninterne Struktur erhalten bleiben, bzw. die Darstellungsgruppen werden in der Linie nach Möglichkeit nicht durcheinander- gewürfelt. Ausnahmen bilden Grenadiere, Fahnenträger und Musiker, die dem historischen Vorbild entsprechend ihre jeweiligen Positionen inner- oder außerhalb der Formationen einzunehmen haben.

Die Kommandosprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch!

Fahnen

Darstellungsgruppen, die auf der Veranstaltung und während des Gefechtes ihre eigene Fahne führen wollen, werden gebeten, dies im Anmeldeformular zu vermerken. Pro Darstellungsgruppe sollte nicht mehr als eine Fahne geführt werden.

Klein- und Kleinstgruppen (d.h. Gruppen mit nicht mehr als fünf Uniformierten) werden gebeten, im Gefecht auf das Führen der eigenen Fahne zu verzichten und stattdessen zugunsten der Bataillonsstärke mit Musketen in die Linie zu treten.

Die Feldzeichen haben den gängigen Mustern für Infanteriefahnen der jeweiligen Armeen zu folgen. Insbesondere Polyester oder andere moderne Kunstfasern sind bei den Fahnen zu vermeiden.

Die Feldzeichen werden am Abend, begleitet vom entsprechenden militärischen Zeremoniell, in die Kommandantur des Forts bzw. in die Zelte der jeweiligen Kommandanten verbracht und am Morgen wieder abgeholt. Beides dürfte auch ein interessanter Programmpunkt für das Publikum sein.

Die Fahnen und deren Träger werden während des Marsches an der Spitze und im Gefecht gemäß der jeweiligen zu einer Fahnensektion zusammengefasst.
Fahnentragegurte für die Infanterie sind eine Erfindung des späten 19. Jahrhunderts. Die Gruppen sind angehalten, diese während des Gefechts nicht zu führen

Feldmusik

Innerhalb des preußischen Bataillons ist es das Ziel, aus den zusammengefassten Spielleuten aller preußisch/deutschen Darstellungsgruppen eine Sektion Tambours und Pfeiffer zu bilden, Diese nimmt ihren Platz reglementgemäß während des Marsches und des Gefechts ein und wird von einem Tambourmajor kommandiert.

Briten, Franzosen und Sachsen sind angehalten ähnlich zu verfahren wenn genügend Kapazität vorhanden ist.

Den Feldmusiken kommt es darüberhinaus auch zu, den militärischen Tagesablauf gemäß der jeweiligen Reglements zu begleiten, d.h. Wecken am Morgen, Schlagen der diversen Kommandos tagsüber bis hin zum Verbringen der Fahnen und dem Zapfenstreich.

Während der Veranstaltung und des Gefechtes sind die Feldmusiken angehalten nur solche Stücke zu spielen, die dem historischen Hintergrund entsprechen. Märsche und Musikstücke späterer Epochen sollen nicht gespielt werden!

Andere Truppengattungen

Artillerie

Das deutsch/preußische Infanteriebataillon wird von mindestens einem Bataillonsgeschütz ins Gefecht begleitet. Ein konzertiertes Vorgehen ist im Vorfeld der Gefechtsdarstellung zu üben. Gerne kann auch mehr Artillerie aufgefahren werden, wenn dies möglich sein sollte (siehe Anmeldeformular).

Jäger

Wie bei der Linieninfanterie soll es auch bei den Jägern eine kombinierte Sektion aus unterschiedlichen Darstellungsgruppen geben. Im Idealfall verfügen wir so nicht nur über Jäger zu Fuß sondern auch einem Detachement zu Pferde.

Das Jägerlager wird im Gegensatz zur Infanterie vor dem Fort nach den für diese Truppengattung geltenden Reglements aufgeschlagen.

Die Kommandostruktur innerhalb des Jägerkontingentes steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

Ingenieurgeograph

Innerhalb des Fort C wird ein Ingenieurgeograph stationieren werden, der mit der Darstellung und Vorführung seines Aufgabenbereiches zum Gesamterscheinungsbild des Lagers beiträgt.

 

Feldlazarett

Im Erdgeschoß des Forts (Reduit) wird ein Lazarett eingerichtet und von deutschen, französischen und britischen Feldchirurgen möglichst authentisch betrieben.
Ziel ist es hier, den Besuchern eindringlich die Folgen einer Schlacht vor Augen zu führen.

Anhand von entsprechend geschminkten Darstellern sollen Verwundungen und Verletzungen sachkundig illustriert und erklärt werden. Nach Möglichkeit wird es auch (Schein)Amputationen geben.

Die Gruppen werden gebeten, das Feldlazarett personell zu unterstützen. Sei dies durch die Abstellung von Soldaten als „Verwundeten“-Darsteller oder Bahrenträger.

Das deutsche Bataillon wird von einem britischen Kontingent, das ebenfalls aus unterschiedlichen Darstellungsgruppen gebildet wird, auf der rechten Flanke unterstützt.

Die Briten werden mit mindestens zwei Geschützen auf dem Feld sein.


Das französische „Armée du Roi“ besteht aus hervorragenden Reenactment-Gruppen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien, die alle zeitgenössische Infanterie aus der Epoche Ludwig XV. darstellen.

Darunter befinden sich so Gruppen wie „Gardes Francoise“ aus Italien und „Royal Ecossais“ aus Frankreich

Das kleine sächsische Armeekontingent, das im Jahr 1759 auf Seiten der Franzosen kämpfte, wird durch eine Darstellungsgruppe repräsentiert, die „von Haus aus“ eigentlich der späteren Epoche um 1800 – 1806 entstammt, in der Uniformierung aber noch sehr der Epoche des Ancien Régime verhaftet ist und mit ihren Grenadiermützen aus Bärenfell einen imposanten Anblick bietet.

Die Anzahl der Offiziere und Unteroffiziere pro Gruppe ist auf ein funktionales Minimum zu beschränken. Gruppen in einer Gesamtstärke von fünf Mann, davon ein Offizier, zwei Unteroffiziere, ein Fahnenträger und eine Marketenderin nebst Kleinkind sind nicht nur unglaubwürdig, sondern wirken einfach lächerlich!

An der Bildung eines funktionierenden Kommandostabes nebst entsprechenden Strukturen (Melder etc.) unter Einbeziehung der britischen Alliierten wird derzeit mi Hochdruck gearbeitet.

Überkomplette Offiziere und Sergeanten, möglichst mit Englischkenntnissen, sind hier besonders willkommen!

Für das Gefecht ist überdies die Bildung eines „falschen“ Stabes geplant, in dem sich Persönlichkeiten der Zeitgeschichte wie der „Herzog von Braunschweig“, der „Graf von Schaumburg-Lippe“ etc., die einen Bezug zu dem Schlachtgeschehen in Minden vor 250 Jahren haben, zusammenfinden und so zum Gesamterscheinungsbild beitragen ohne das ganze ins karnevalistische abgleiten zu lassen.

Für Samstag und Sonntag ist jeweils für den Morgen eine Offiziers- und Unteroffiziersbesprechung aller Kontingente in der Kommandantur geplant. Die genauen Zeiten werden vor Ort bekannt gegeben.

Jeweils Morgens und Abends findet ein Antreten aller Darstellungsgruppen zum Dienstbeginn bzw. -ende statt.

Es ist logisch, das die Schlacht bei Minden in ihrer Gesamtheit weder quantitativ noch qualitativ dar- bzw. dargestellt werden kann. Deswegen werden innerhalb einer, derzeit noch nicht fertig ausgearbeiteten, Choreographie bestimmte Schlüsselszenen der Schlacht nachgestellt.

Das Reenactment der Schlacht bei Minden soll anders werden als alles, was bisher im Bereich des Siebenjährigen Krieges und seiner Gedenkveranstaltungen durchgeführt wurde.

Gemeinsames Ziel muss es sein, einen möglichst realistischen Eindruck der Schlacht zu schaffen und dem Zuschauer somit ein „So war das damals“ vor Augen zu führen.

Diese Aufgabe wird nicht leicht werden, umso wichtiger ist es daher, daß alle Beteiligten den Anweisungen und Befehlen ihrer kommandierenden Unteroffiziere und Offizieren Folge leisten.

Das Verhalten aller am Gefecht Beteiligten ist sehr wichtig. Bitte nicht vergessen, das Minden eine der heftigsten Schlachten des Siebenjährigen Krieges war, die auf dem westlichen Kriegsschauplatz ausgetragen wurde.

Hier ist kein Platz für Comedy, überflüssiges Geschwätz untereinander oder das Reißen von Witzen vor Publikum.

Zuschauer aber auch Reenacter nehmen den zum Teil sehr langen Anfahrtsweg nicht auf, um sich dann in einer Comedy-Show wiederzufinden.

Wenn ein Linie auf den feuernden Gegner zumarschiert, dann soll das unter Kampfgeschrei geschehen. An den Gesichtern soll man erkennen, das dies kein Spiel sondern wirklich „Krieg“ ist! Wenn eine Linie wankt und zurückflutet, dann soll sich „Panik“ in den Gesichtern zeigen, dann soll gerannt werden was das Zeug hält.

Wer „getroffen“ ist, „fällt“ unter Schmerzensgeschrei. Wenn auf dem Boden liegt, bleibt liegen oder schleppt sich und/ oder andere als „Verwundete“ vom Feld.
Feixend auf dem Bauch liegen und dabei vielleicht noch Fotos schießen, verfälscht das Bild.
Dem einen oder anderen missfällt vielleicht der Gedanke, nicht mit seiner Gruppe alleine agieren zu können, sich stattdessen in ein größeres Bataillon einfügen zu müssen. Das es klappt und es sogar Spaß macht, siehtman z.B. an der napoleonische Veranstaltung in Jena 2006.

Wir müssen weg vom Hin- und Hermarschieren der einzelnen kleinen Grüppchen auf dem Feld, gefolgt von zwei oder drei unmotivierten Salven, den unsäglich albernen „Nahkämpfen“, den Attacken von „Kavallerie zu Fuß“ etc.

Beginnen wird es mit dem Marsch zu dem als Gefechtsfeld vorgesehenen Gelände. Die Anmarschzeit wird etwa eine halbe Stunde betragen. Dabei ist es aufgrund der modernen Gegebenheiten vor Ort leider nicht zu vermeiden, das eine kleine Eisenbahnunterführung und eine Bundesstraße gekreuzt werden muß. Das ist ärgerlich, aber leider nicht zu vermeiden.

Die Erfahrung der letzten beiden Jahre hat gezeigt, das es im Juli und August in Minden sehr heiß werden kann. Den sommerlichen Temperaturen sollte Rechnung getragen und darauf geachtet werden, das die Wasserflaschen für den Marsch und vor allem für das spätere Gefecht gefüllt sind.

Die Marketenderinnen können ihre Darstellungsgruppen selbstverständlich auf dem Marsch begleiten und mit Getränken versorgen. Gleiches gilt für die Dauer des Gefechtes, wo sie am Feldrand stehen können. Auf dem Gefechtsfeld und innerhalb des Bataillons selber aber haben Marketenderinnen nichts zu suchen.

Nachschub an Getränken wird seitens der Orga vor Ort gestellt.

Sollte es dem einen oder anderen auf dem Marsch oder während des Gefechtes unwohl werden, so soll er bitte auf sich aufmerksam machen, es sich dann um ieinen gekümmert.

Wie auf dem Biwakplatz, steht auch auf dem Gefechtsfeld ein Rettungswagen zur Verfügung.

Während der Veranstaltung soll im Gruppen-, aber (in Hinblick auf die Schlacht am Samstag) auch im Bataillonsrahmen mehrmals täglich ausgiebig geübt und exerziert werden. Insbesondere der sichere Umgang mit dem Ladestock ist unerlässlich. Es liegt im ausschließlichen Verantwortungsbereich der jeweiligen Gruppen, sicher-zustellen, das ihre Leute mit Umgang und Gebrauch der Musketen vertraut sind.

Am Freitag, 31.Juli findet auf dem „Schlachtfeld“ eine Probe des geplanten Gefechtsablaufes statt. Die Darstellungsgruppen werden gebeten, dies in ihren Anreiseplan zu berücksichtigen und nach Möglichkeit schon am Freitag möglichst zahlreich in Minden zu sein.

Grundsätzlich gilt: Sicherheit geht vor!

Nach jeder pelotonweise abgegebenen Salve ist „Sicherheit“ herzustellen und zu überprüfen, ob es zu Fehlzündungen gekommen ist.

Ist das der Fall, so sind diese in Ruhe und ohne Hektik zu beheben. Es nutzt nie- mandem, wenn wild herumgefuchtelt wird. Ganz ruhig, wir haben jede Menge Zeit!

Es empfiehlt sich, daß mindestens ein Soldat pro Darstellungsgruppe für den Fall der Fälle eine Räumnadel, Werkzeug und eine kleine Pulverflasche mit Schwarzpulver mit sich führt. Soldat und Muskete nehmen dann den Platz im hinteren Glied ein, wo man sich ungestörter um die Behebung des Fehlers kümmern kann.

Ist das Problem vor Ort nicht zu beheben, beteiligt sich der Soldat weiter am Gefecht und führt die Lade- und Schußtempi dann eben „trocken“ durch oder lässt sich wahlweise als „Gefallener/Verwundeter“ fallen.

Angestrebt wird das gefechtsmäßige und pelotonweise Feuern des Bataillons zu drei Gliedern mit Chargieren im Avancieren.

Grundlage bilden hierbei – wie für alles andere auch – die jeweiligen Reglements der am Gefecht beteiligten Nationen.

Feuern

Grundsätzlich wird die Muskete innerhalb der Bataillone in einem Winkel von ca. 30° angeschlagen. Es wird zum einen vermieden, daß es innerhalb des Bataillons zu einer Vielzahl von Anschlagvarianten kommt, die das Bild nachhaltig zerstören.

Zum anderen wird die Verletzungsgefahr für den Gegenüber durch etwaig im Musketenlauf vorhandene Gegenstände verringert

Beim Ladevorgang selbstverständlich der Ladestock benutzt!

Die Offiziere und Sergeanten der einzelnen Darstellungsgruppen sind dafür verantwortlich, daß die beteiligten Soldaten im Umgang mit der Muskete und vor allem mit dem Ladestock geschult und sicher sind. Deswegen soll nach Möglichkeit schon lange vor der Veranstaltung innerhalb des jeweiligen Gruppenrahmens regelmäßig und intensiv exerziert werden.

Während des Gefechtes ist darauf zu achten, daß sich außer der Ladung keinerlei Fremdkörper im Lauf der Muskete befinden. Wie gesagt: Zeit lassen...besser langsam und sicher als schnell und verletzt!

Ab einer Distanz von unter 30 Metern wird nicht mehr gefeuert!

Alle Darsteller haben darauf zu achten, daß sie Gehörschutzstöpsel mit sich führen.

Es wird auf beiden Seiten zu Bajonettangriffen kommen. Diese werden von jeweils einer Partei auf die gegnerische ausgeführt, kommen aber mindestens fünf Meter vor dieser zum stehen!

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen wird es KEINEN Nahkampf geben!

Diese bestehen auf Veranstaltungen meist nur aus dem üblichen Herumdrücken an den Musketen und wirken ansonsten aber absolut lächerlich.

Verstöße dagegen, eigenmächtiges Handeln einzelner Teilnehmer oder ganzer Gruppen gegen diese und andere Sicherheitsbestimmungen kann noch an Ort und Stelle zum Platzverweis und Ausschluß von der Veranstaltung führen.

Wie schon 2008 findet auch diesmal wieder ein Sonntagsgottesdienst nach historischem Vorbild in der evangelischen St. Martinikirche in der Oberen Altstadt statt.

Predigt und Gottesdienstordnung werden derzeit im Kirchenarchiv recherchiert und sollen nach Möglichkeit wieder aus der Zeit um 1759 stammen.

Abweichend vom historischen Vorbild wird ein zweisprachiger ökumenischer Gottesdienst abgehalten, der von einem evangelischen und einem katholischen Geistlichen geleitet wird

Die Militär- und Zivildarsteller werden gebeten zahlreich zum Gottesdienst zu erscheinen.

Die Militärgruppen sind angehalten zur feierlichen Umrahmung des Gesamtbildes beizutragen, indem sie mit ihren Fahnenabordnungen erscheinen.

ACHTUNG

Gruppen und Einzeldarsteller, die weiter zur „Zeitreise ins 18. Jahrhundert“ (8. bis 9. August 2009) nach Fulda reisen möchten, haben die Möglichkeit bis Dienstag, 4. August in Minden zu bleiben und dann weiter zu fahren. Bitte der Orga vorher Bescheid geben!

Die Veranstaltungen „250 Jahren Schlacht bei Minden“ und die „Zeitreise ins 18. Jahrhundert“ in Fulda haben organisatorisch und veranstaltungstechnisch nichts miteinander zu tun!

Wer an der Veranstaltung in Fulda teilnehmen möchte, wird gebeten, sich vorher separat bei der „Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte e.V.“ anzumelden.

Kontaktadresse:
Martin Heller, 1. Vorsitzender
mmheller [at] online [dot] de

Schematische Darstellung für die Infanterie der Preußen/Deutschen, Franzosen, Briten und Sachsen

Deutsche/Preußen

 

Briten

Franzosen

Sachsen